FAQ | Maison de Terre des hommes

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Was ist der Unterschied zwischen der Stiftung Terre des hommes in Lausanne und La Maison de Terre des hommes?

Die Stiftung “Tdh” und La Maison de Terre des hommes sind zwei verschiedene Einheiten: sie verwalten ihr Budget und ihren Betrieb unabhängig. Beide Organisationen arbeiten allerdings zusammen im Programm “medizinische Spezialbehandlungen”; die Stiftung aus Lausanne vertraut La Maison die in der Schweiz überwiesene Kinder an.

Schliesst La Maison für ein paar Tage im Jahr?

Nein, La Maison bleibt 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche geöffnet. Es gibt keine jährliche Schliessung. Die Kinder brauchen eine ständige Betreuung, weil die Erkrankungen nie im Urlaub sind!

Stellt die Stiftung Terre des hommes Valais Praktikanten ein?

An diesem in der Schweiz einzigartigen Ort betreut eine professionelle Struktur junge Menschen, die Pädagogen sein werden. Jährlich werden etwa 20 Praktikanten ausgebildet.

Wie viele Professionellen arbeiten für La Maison?

Von der Waschküche bis zur Krankenstation, einschließlich Küche, Verwaltung und Wartung sowie dem Lehrpersonal, kümmern sich insgesamt 40 Personen - 30 Vollzeitkräfte - um die Kinder während ihres Aufenthalts.

Warum kommen die Kinder ohne ihre Familie?

Mehrere Faktoren verhindern die Eltern, ihr Kind in die Schweiz zu begleiten:
Es ist schwierig, ein Visum zu erhalten.
Die Reisekosten sind zu hoch.
Sie müssen in ihrem Heimatland bleiben, um sich um die restliche Familie zu kümmern.
Für La Maison ist es unmöglich, von 40 bis 50 Mütter und Väter aus 10 oder 15 Ländern unterzubringen.

Warum heisst dieser Transfer “die Reise ins Leben”?

Ohne diesen Transfer in die Schweiz wären diese Kinder leider kurz- oder langfristig verurteilt.

Können die Kinder mit ihren Eltern kommunizieren?

Im Zeitalters des Internets ist es einfach, durch Skype oder soziale Netzwerke zu kommunizieren. Meistens kommunizieren sie doch per Telefon. Ihre Familie kann sich auch bei der Delegation “Terre des hommes” in ihrem Land erkundigen.

Woher kommen sie?

Meistens aus Nord- und Westafrika, ebenso Irak.

Kehren die Kinder in die Schweiz für weitere Pflege zurück?

Einige brauchen tatsächlich eine weitere Operation. Andere müssen für eine zweite Kontrolle, die vor Ort nicht möglich ist, überwiesen werden.

An welchen Krankheiten leiden sie?

85% der beherbergten Kinder leiden an Herzerkrankungen, die anderen an verschiedenen Krankheiten wie anorektalen, urinären, vesikalen Missbildungen, Noma und deren Folgen und Komplikationen oder auch orthopädische Probleme.

Wie lange dauert ein Aufenthalt in Massongex?

Die Kinder bleiben durchschnittlich drei Monate in “La Maison”.

Welche Aktivitäten werden ihnen täglich angeboten?

Kindergarten, Schule, Näh- und Kochkurse. Im Lauf des Jahres werden Picknicks und andere Besuche (Kino, Zirkus) veranstaltet.

Bleiben sie in der Schweiz nach der Operation?

Nein. Nach ihrer postoperativen Betreuung kehren die Kinder zu ihren Eltern im Heimatland zurück.

Erhalten sie eine weitere Versorgung während ihres Aufenthalts?

Ja, wenn es notwendig ist. Manchmal werden sie zahnärztlich, augenärztlich, dermatologisch... betreut.

Warum ist Kleiderspende wichtig?

Nach ihrer Ankunft bekommen die Kinder Kleider und Schuhe, die für die Jahreszeit geeignet sind. Bei Abfahrt wird ihr Koffer mit Kleider für sie und ihre Familie gefüllt.

Wie kommunizieren die Kinder, die eine Fremdsprache sprechen?

Mehrere Pädagogen sind mehrsprachig. Die Kinder passen sich auch schnell an, sie lernen und verstehen in kurzer Zeit einfache französische Wörter.

Wird Weihnachten in “La Maison” gefeiert?

Mehrere Religionen existieren friedlich in La Maison nebeneinander. Deshalb feiern wir mit gegenseitigem Respekt die verschiedenen Feste des Kalenders.